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Bankroll-Management - Poker Profi Tipps


Bankroll Managemnt - Poker Profi Tipps

   
Der beste Pokerspieler hat langfristig keine Chance zu überleben, wenn er kein diszipliniertes Bankroll-Management betreibt. Früher oder später geht er bankrott. Wie effizientes aber trotzdem sehr einfaches Bankroll-Management aussehen kann, wollen wir heute näher unter die Lupe nehmen.

Stu Ungar, der wohl beste No-Limit Holde'em Spieler aller Zeiten, war meistens "broke". Auch wenn er im Poker selbst nicht zu schlagen war, investierte er seine Bankroll vor allem in Drogen und war ein leidenschaftlicher, aber schlechter, Sportwetter. Bad_IP aka Johnny Lodden, der vor einigen Jahren die Online-Pokerspiele im Prima-Netzwerk (heutiges Microgaming-Netzwerk) dominierte, war gerüchteweise bereits 6,000.000 Dollar im Plus bevor er alles wieder verlor - er aber an den Pokertischen selbst.

Wie wichtig gutes und diszipliniertes Bankroll-Management ist, davon kann wohl jeder, der schon seit längerem Poker spielt, ein Lied singen. Schwierig ist es aber, konkrete Richtlinien vorzugeben, da dies von Spieler zu Spieler unterschiedlich ist. Als Richtwert möchte ich für einen Hobby-Spieler die Werte 20 Buy-ins im No-Limit Hold'em, 300 Big-Blinds im Fixed-Limit und 40 Buy-ins für SnG-Turniere in den Raum stellen. In diesem Artikel wollen wir uns vor allem das Bankroll-Management im No-Limit Hold'em näher ansehen.

Was ist Bankroll-Management?
Unter Bankroll-Management versteht man im wesentlichen das Spielen innerhalb eines gewissen Limits, um bei einem schlechten Lauf die Gefahr des Bankrotts zu vermeiden. Spielen wir höher, dann wird das Risiko zu groß und es droht jederzeit die Gefahr "broke" zu gehen.

Warum brauchen wir Bankroll-Management
Wie schon erwähnt, wir wollen das Risiko minimieren, unsere gesamte Bankroll zu verlieren. Auch wenn wir uns sehr sicher fühlen und ein dauerhafter "Winning-Player" sind, können wir jederzeit Opfer der Varianz werden. Nur den allerwenigsten Pokerspielern, auch den wenigsten professionellen Pokerspielern, ist bewusst, wie groß die Varianz tatsächlich ist. Sehen wir uns ein kleines Beispiel an:

Mit Hilfe eines Simulationsprogramms habe ich folgendes Szenario analysiert:
Spiel: NL100
Winrate: 4 PTBB/100
Standardabweichung: 50 BB/100
Hände: 100.000
Simulationen: 100

Der Simulation zugrunde liegt ein Spieler auf NL100, der durchschnittlich eine Winrate von 4 PTBB/100 hat - umgerechnet sind dies 80 Dollar pro 1.000 Hände (in den heutigen Spielen auch auf diesem Limit eine relativ hohe Winrate). Die Standardabweichung wurde mit 50BB/100 eher niedrig angenommen. Gespielt wurden 100.000 Hände und die ganze Situation wurde 100 Mal simuliert. Hier die Auswertung:

Die Varianz

Die durchschnittliche Gewinnerwartung beträgt über 100.000 Hände 8.000 Dollar. Die Simulationen schwanken zwischen Break-Even (also 0 Dollar Gewinn) und 16.000 Dollar Gewinn.

Anzumerken ist, dass 100.000 Hände zwar für einen "Supergrinder" in ca. 1 Monat spielbar sind, für einen normalen "Regular" bedeutet dies aber schon 2-3 Monate Spielzeit. Drei Monate ohne Gewinn, obwohl man das Spiel mit einer guten Winrate schlägt - theoretisch zumindest. Ein Hobbyspieler könnte eventuell jahrelang ohne Gewinn spielen, obwohl er das Spiel eigentlich schlägt - er wird es nur nie erfahren.

Wenn man professionell Poker spielt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man selbst einmal Opfer der Varianz wird und es über einen langen Zeitraum schlecht läuft. Spielt man zu hoch bzw. mit schlechtem Bankroll-Management, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man daran scheitert.

Bankroll Management in der Praxis
Eine allgemeine Formel für das richtige Bankroll-Management im No-Limit Hold'em Poker kann man nicht geben. Dies hängt von folgenden Faktoren ab.

o Professioneller Spieler oder Hobby-Spieler
o Höhe der Stakes und damit Schwierigkeit der Spiele
o Psychologie: Tilt-Faktor und Sicherheits-Faktor

Vor einigen Jahren noch galt als Faustregel: "Spiele mit 20 Buy-ins". Dies ist in den heutigen Spielen vor allem für professionelle Spieler sicherlich zu wenig. Als Hobby-Spieler finde ich 20 Buy-ins sicherlich immer noch angemessen - als professioneller Spieler sollte man auf alle Fälle höher kalkulieren (zwischen 25-100 Buy-ins).

Ich selbst habe immer mit 30-Buy-ins am besten gespielt - also mit einer relativ kleinen Bankroll. Der Grund dafür war der Sicherheits-Faktor. Mit einer Bankroll von 50 Buy-ins habe ich mich einfach zu sicher gefühlt und zu "spewen" begonnen. Ich habe einfach Geld durch riskantes Spiel und Unvorsichtigkeit in Situationen verloren, in denen es absolut nicht notwendig war. Eine zu große Bankroll führte bei mir also zu einer Art "Tilt".

Wie gesagt, mit welcher Bankroll man sich persönlich wohl fühlt, dafür gibt es keine Regel und letztendlich muss es jeder für sich selbst herausfinden. Das Spielen mit relativ kleiner Bankroll ist allerdings nur dann möglich, wenn man sich diszipliniert an die eigenen "Regeln" hält (ja, eigene Bankroll-Regeln sind sehr wichtig und keinesfalls spießig).

Für mich waren dies 30 Buy-ins Standard-Bankroll, absteigen auf das niedrigere Limit mit 15 Buy-ins (dann hatte ich im niedrigeren Limit wieder 30 Buy-ins - in der Regel sollte das mehr als genug sein, da die Gegner schlechter sind und damit die Varianz geringer ist).

Für einen "Shot" auf das nächsthöhere Limit waren für mich 40 Buy-ins am Standard-Limit und damit 20 Buy-ins am höheren notwendig. Lief es am höheren Limit nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte, und meine Bankroll viel unter 15 Buy-ins, dann bin ich wieder auf mein Standard-Limit abgestiegen. Das war meine Art des Bankroll-Managements - einfach, aber effizient.

Zusammenfassung
Die erforderliche Größe der Bankroll für das jeweilige Limit im No-Limit Hold'em Poker ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Allgemeine Faustregel: Ein Hobbyspieler benötigt ca. 20 Buy-ins, ein professioneller Spieler 25-100 Buy-ins.


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Letzte Aktualisierung :    20.01.2016
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