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Kleine Paare spielen - Poker Profis Tipps


Kleine Paare beim Pokern

   
Set-Mining ist die Standardstrategie, die viele Spieler mit kleinen Paaren verbinden. Allerdings gibt es beim Spielen der 'Small Pocket-Pairs' wesentlich mehr zu beachten - mehr dazu in diesem Artikel.

Mit kleinen Paaren (22-66) haben sehr viele No-Limit-Holdem Pokerspieler Probleme. 'Small Pocket-Pairs', wie sie im Englischen heißen, sind besonders deswegen schwierig zu spielen, da sie nur selten eine gute Hand machen. Floppt man damit ein Set, also einen Drilling, dann ist dies natürlich eine Monsterhand. Leider kommt dies nur in ca. 10% aller Fälle vor.

Wie also kleine Pocket-Pairs am besten spielen? Man kann schon einiges anstellen, mit kleinen Paaren. Dabei sollte man allerdings so einiges beachten. In diesem Artikel möchte ich näher darauf eingehen, wie man kleine Paare am besten preflop spielt bzw. man damit postflop nicht zu viel Value abgibt.

Kleine Paare preflop spielen

Wenn alle Spieler vor dir folden, dann solltest du kleine Paare eigentlich immer mit einem Raise eröffnen. Du übernimmst die Initiative und hast damit postflop einen großen Vorteil. Allerdings ist es in sehr schwierigen Spielen oftmals unprofitabel, kleine Paare auf Full-Ring-Tischen aus sehr frühen Positionen zu eröffnen. Solltest du also auf einem höheren Limit mit sehr starken Gegnern spielen, dann kontrolliere am besten in deiner Tracking-Software, ob es für dich profitabel ist, kleine Paare auf einem 9-max Tisch aus erster Position zu eröffnen. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen musst du dazu allerdings schon um die 25.000 Hände auf diesem Limit getrackt haben.

Eröffne kleine Paare mit einem Raise.
Besonders auf niedrigen Limits werden deine Mitspieler preflop auch regelmäßig limpen. Sollte ein Limper vor dir sein, dann isolierst du ihn am besten mit einem Raise. Sollten mehrere Limper vor dir sein, dann ist es meistens besser nur zu callen und auf einen Raise zu verzichten.

Wenn einer deiner Mitspieler vor dir mit einem Raise eröffnet, dann gibt es einige Faktoren, die du in deiner Überlegung und Entscheidung mit berücksichtigen solltest:

o deine Position
o die effektive Stackgröße
o deine Gegner


Hast du Position auf den Raiser, dann ist es in der Regel ein Call. Meistens wirst du zwar kein Set am Flop treffen, jedoch hast du den Positionsvorteil und kannst den Pot regelmäßig postflop stehlen. Dies gilt speziell für 100BB Stacks oder mehr. In Ausnahmefällen könnte es auch besser sein, das kleine Paar zu folden. Dies gilt besonders dann, wenn noch sehr aggressive Spieler, die preflop sehr oft 3-Betten, nach dir an der Reihe sind.

Gegen einen Raiser solltest du kleine Paare in Position in der Regel callen.

Wenn die effektiven Stacks sehr klein sind, wie es sehr oft in Turnieren vorkommt (beispielsweise nur 20BB), dann ist ein Call nicht mehr profitabel. Du hast weder die implied Odds um ein Set zu treffen, noch den nötigen Raum um deinen Gegner postflop auszuspielen. Hier solltest du entweder folden oder dein kleines Paar sehr aggressiv spielen und preflop mit einer 3-Bet kontern.

Ohne Position sind 'Small Pocket-Pairs' wesentlich schwieriger zu spielen. Gegen einen sehr guten Gegner mit einer weiten Eröffnungsrange (BU, CO, …) kannst du mit einem Call meistens keinen Profit machen. Besonders vom Small Blind solltest du folden, da auch der Big Blind noch mit einem Squeeze den Pot stehlen könnte. Gegen schlechtere Gegner spricht aber nichts dagegen, auch ohne Position zu callen. Gegen eine Eröffnung eines guten Gegners aus früherer Position (engere Range) kannst du zwar callen (du hast bessere implied Odds als gegen eine weite Range), sehr viel besser als Break-Even wirst du aber auch in diesem Szenario langfristig nicht aussteigen. Das Problem mit Pocket-Pairs ist vor allem, dass du nur sehr wenig Equity am Flop hast und in der Regel auch keine Backdoor-Equity. Somit ist es schwierig den Pot ohne Position am Flop anzugreifen und zu stehlen.

Ohne Position ist es gegen gute Gegner schwierig kleine Paare profitabel zu spielen.

Generell hast du mit kleine Paaren in folgenden Fällen gute implied Odds, wenn du ein Set tiffst:

o Gegen schlechte Gegner: Du wirst sehr oft ausbezahlt.
o Gegen gute, aber überaggressive Gegner, die zu oft bluffen: Du kannst dein Set passiv spielen und machst Value aus ihren guten Händen und auch ihren Bluffs.

Kleine Paare kannst du auch folgendermaßen einsetzen: Du 3-bettest den Big Blind regelmäßig vom Button und dieser beginnt sich anzupassen. Er kontert mit einer relativ weiten Range aus 4-Bets. In diesem Szenario könntest du als Gegenstrategie die Aggression weiter steigern und auf die 4-Bets deines Gegners mit regelmäßigen 5-Bet-Shoves reagieren. Dazu musst du allerdings deine 3-Bet-Range verändern, um möglichst viel Equity zu haben, wenn dein Gegner deinen Shove callen sollte. Und hier kommen die 'Small Pockets' ins Spiel. Kleine Paare haben sehr gute Equity gegen die Calling-Range deines Gegners. Du könntest also von einer ursprünglich polarisierten 3-Betting-Range übergehen zu einer merged 3-Betting-Range, beispielsweise 22+ und AJ+. Auf die 4-Bets deines Gegners foldest du nicht mehr, sondern reagierst mit einem 5-Bet-Shove.

Stack-off Range des GegnersEquity Small Pocket Pair (22-66)
QQ+, AK~ 35%
TT+, AK~ 31%
99+, AQ+35%


Sehen wir uns kurz an, wie oft dein Gegner seine 4-Bets folden muss, damit deine 5-Bet-Shoves profitabel sind:

In einem 400NL Spiel mit effektiven Stackgrößen von $400 eröffnet der Button auf $12. Du konterst mit einer 3-Bet auf $40 vom Big Blind aus und der Button reagiert darauf mit einer 4-Bet auf $90. Du hältst 55 und hast ca. 35% Equity gegen seine Calling-Range (99+, AQ+).

Anmerkung: Vor einigen Jahren, als die Aggressivität in den Spielen rapide zugenommen hat, war die Standard 4-Bet-Size in diesem Szenario ca. auf $120. Spieltheoretisch ist eine kleinere 4-Bet, wie in diesem Fall auf $90, aber wesentlich effizienter und profitabler für den Button.

Mit unserem 5-Bet-Shove riskieren wir $360. Wenn unser Gegner foldet gewinnen wir $132 ($90 + $40 + $2). Wenn unser Gegner callt, dann verlieren wir $79 auf lange Sicht (0.35 * $802 - $360).

$0 (Break-Even) = 132 * X + (1 - X) * (-79)

X = 37.5%

Unser Gegner muss 37.5% seiner 4-Bets folden, damit ein 5-Bet-Shove profitabel wird. Dies ist in der Regel der Fall und somit wird unsere 5-Bet-Shove Strategie profitabel. Damit sind allerdings auch einige Nachteile verbunden. Zum eine vergrößert sich die Varianz. Zum anderen ist es für einen kompetenten Gegner sehr leicht sich anzupassen. Er inkludiert mittlere Paare in seine 4-Bet Range und callt damit deine 5-Bet-Shoves.

Kleine Paare postlop spielen
Postflop gibt es eigentlich nur wenige Tipps. Wenn du der Spieler mit Initiative bist, also preflop erhöht hast, dann solltest du versuchen, den Pot am Flop mit einer C-Bet zu gewinnen (natürlich abhängig vom Board). Du 'bluffst' zwar sehr oft mit der besseren Hand, allerdings ist es mit kleinen Paaren sehr schwierig zu wissen, wo man steht. Eine zweite Barrel am Turn ist meistens keine sehr gute Idee, da du kaum Equity hast (außer der Turn bringt eine klassische Scare-Card). Wenn du ein Set am Flop getroffen hast, dann solltest du natürlich auch aggressiv spielen und versuchen, einen möglichst großen Pot bis zum River aufzubauen.

Als Spieler ohne Initiative ist es sehr oft das Beste, gleich am Flop auf eine Continuation-Bet zu folden. Kleine Paare haben nur zwei Outs und damit so gut wie keine Equity. Eine Ausnahme ist es natürlich dann, wenn du ein Set getroffen hast.

Zusammenfassung:
Kleine Paare zu spielen ist oft schwieriger als es scheint. Preflop solltest du vor allem deine Position am Tisch, die Stackgröße und deine Gegner beachten. Postflop hast du mit kleine Paaren kaum Equity (außer du hast ein Set getroffen) und du musst deine Spielweise dementsprechend ausrichten.


Hier geht es weiter zum nächsten Poker Profi Artikel - Mittlere Paare spielen



Letzte Aktualisierung :    20.01.2017
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