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Slow Playing - Poker Profi Tipps


Slow Play - Poker Profi Tipps

   
Slow-Playing gilt im No-Limit Hold'em Poker eher als verpönt. Warum man in vielen Fällen darauf verzichten sollte, die Hand langsam zu spielen, wollen wir uns heute näher ansehen.

Schon David Sklansky hat in seinem Klassiker der Pokerliteratur "Theory of Poker" dem Slowplay ein eigenes Kapitel gewidmet. Auch wenn sein Buch sich vorwiegend mit Limit-Poker beschäftigt, können wir seine Prinzipien zum Slow-Playing auch sehr gut auf No-Limit Hold'em übertragen. David Sklansky geht von folgenden Voraussetzungen aus, die für einen Slowplay gegeben sein sollten:

o Wir brauchen eine sehr starke Hand.
o Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Gegner mit der freien Karte, die wir ihnen geben, die zweitbeste Hand machen, sollte sehr groß sein.
o Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Gegner mit der freien Karte, die wir ihnen geben, die bessere Hand machen, sollte sehr gering sein.
o Mit großer Wahrscheinlichkeit würden wir unsere Mitspieler mit einer Bet aus dem Pot treiben.
o Der Pot sollte noch nicht sehr groß sein.

Sklanskys Prinzipien, die er eigentlich für Fixed-Limit-Spiele zusammengestellt hat, lassen sich auch ganz gut im No-Limit Hold'em Poker gebrauchen. Vorsichtig sollten wir dabei allerdings trotzdem sein. Der Unterschied besteht nämlich darin, dass der Pot im No-Limit Hold'em Poker sich von Setzrunde zu Setzrunde exponentiell vergrößert. Ein größerer Pot am Flop, bedeutet einen wesentlich größeren Pot am Turn und einen viel, viel größeren Pot am River. Somit verlieren wir im No-Limit Hold'em Poker wesentlich mehr Value, als in Fixed-Limit Spielen, wenn wir eine Runde einfach nur checken - die Ertragseinbuße ist wesentlich größer.

Beispiel
Wir floppen die Nuts und die Potgröße beträgt 10 Dollar. Wir setzten $8 und werden gecallt. Am Turn setzten wir $20 in den $26 Pot und werden wiederum gecallt. Am River setzen wir $50 und wenn wir gecallt werden, dann haben wir insgesamt 78 Dollar postflop gewonnen.

Wenn wir am Flop gecheckt hätten, dann könnten wir nur auf zwei Straßen (Turn und River) Value erzielen und unser Gewinn wäre lediglich 28 Dollar - nur ein Drittel von dem, was wir mit einer Bet mehr erzielen könnten. Somit müssten wir bei einem Slowplay dreimal sooft ausbezahlt werden, um diesen zu rechtfertigen.

Faustregel
Wenn wir eine sehr starke Hand floppen und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass unser Gegner eine Top-Paar Hand gemacht hat (beispielsweise auf einem K-x-x Board), dann sollten wir auf alle Fälle versuchen, alle drei Straßen zu setzen.

Slow-Playing gegen kleine Stacks
Gegen kleine Stacks sieht die Situation etwas anders aus. Spielen wir beispielsweise mit einer effektiven Stackgröße von nur 30BB-40BB, dann befindet sich gar nicht genug Geld am Tisch, um alle drei Straßen zu setzen. Wir können lediglich auf zwei Straßen Value erzielen. In diesem Fall ist ein Slow-Play oftmals angebracht, da wir keine zusätzliche Bet verlieren können.

Slow-Playing gegen aggressive Gegner
Gegen besonders aggressive Gegner sollten wir den Slowplay aber auch mit großen Stacks regelmäßig einsetzen. Die Gründe dafür sind einfach:

Aggressive Gegner tendieren dazu, den Pot unbedingt gewinnen zu wollen, sobald ihr Gegner Schwäche zeigt. Somit können wir viel Value erzielen, auch wenn unser Gegner keine Hand hält und versucht, uns aus dem Pot zu bluffen.

Ein weiterer Grund liegt darin, dass aggressive Gegner oftmals sehr dünne Value-Bets platzieren. Sie setzen mit vielen mäßig-guten Händen am Flop, am Turn und am River, wo andere Spieler versucht hätten, die Größe des Pots zu kontrollieren. Wir lassen den aggressiven Spieler also für uns setzen und können ihn dann am River noch mit einem Check-Raise überraschen.

Slow-Playing, wenn wir das Deck "voll" getroffen haben Wir halten KK und der Flop kommt mit K72r sehr trocken. Für unseren Gegner ist es nahezu unmöglich auf diesem Board auch etwas getroffen zu haben bzw. etwas getroffen zu haben, mit dem er drei Setzrunden bezahlen kann. Auch hier können wir einen Slowplay in Erwägung zu ziehen.

Vorsicht gegen gute Gegner: Gute Gegner erwarten auf diesem Board eigentlich immer eine Continuation-Bet. Falls wir hier also slow-playen, dann gehen gute Gegner davon aus, dass wir etwas getroffen haben und werden sich dementsprechend verhalten.
Halten wir auf dem oben genannten Board von K72r nicht KK, sondern 77, dann sollten wir eigentlich immer setzen. Mit dem König am Board besteht eine gute Chance, dass unser Gegner Top-Paar gefloppt hat und uns zumindest zwei Straßen ausbezahlen wird.

Schlussfolgerung
Im No-Limit Holdem Poker sollten wir immer ganz genau abgwägen, wann wir slow-playen und wann nicht. In vielen Fällen ist ein Slowplay, durch den viel größeren Ertragsentgang als im Limit Poker, nicht gerechtfertigt.


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Letzte Aktualisierung :    13.10.2017
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