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No-Limit Hold'em Poker Starthand Chart


Starthandauswahl in No-Limit Hold'em Poker

   
Im Poker beginnt alles mit der Auswahl der richtigen Starthände. Diese Entscheidung ist die Basis deines gesamten Pokerspiels und wenn sich hier grobe Fehler einschleichen, dann sind diese oftmals nur sehr schwer zu erkennen.

Besonders für Anfänger ist oftmals eine essentielle Fragen im Poker: Welche Starthand soll ich aus welcher Position spielen? Dabei ist diese Frage, besonders im No-Limit Hold'em Poker, nur sehr schwierig zu beantworten, weil es einfach kein allgemeines Rezept gibt und eigentlich unmöglich ist, einen allgemein gültigen Starthandchart zu erstellen. Die mit zu berücksichtigenden Faktoren sind einfach zu umfangreich und zu komplex: Die Spielweise der Gegner, die eigene Position am Tisch, die Positionsverteilung der unterschiedlichen Gegner am Tisch, die Stacksize, die Tischdynamik, die Geschichte mit den Gegnern, all das sind Faktoren, die in die Starthandauswahl mit einfließen müssen. Nichts desto trotz haben wir uns dafür entschieden, an dieser Stelle einen Starthandchart zu veröffentlichen. Wir sind der Meinung, dass viele Spieler von einem Chart mehr profitieren, als das es schaden könnte. Trotzdem solltest du immer bedenken, dass diese Starthandempfehlungen nur als Anhaltspunkt dienen können und gute Spieler wissen, wie und in welchen Situationen sie davon abweichen.

Die folgende Einteilung haben wir bewusst sehr einfach gestaltet und besonders auf leichte Verständlichkeit geachtet. Die Starthandempfehlungen gelten speziell für die im Online-Poker üblichen Stackgrößen von 100BB. Die Grobeinteilung erfolgt nach Positionen in einem Fullring-Spiel (9 Sitze). Die mittleren Positionen entsprechen demnach den frühen Positionen in einem shorthanded 6-max-Spiel.

Als grundlegendes Prinzip kannst du dir vorweg schon folgendes einprägen:
Je später deine Position am Pokertisch, desto mehr Starthände kannst du spielen.

Positionsspiel

Starthände aus frühen Positionen

Der einfachste Tipp, den wir dir hier geben können, ist: Einfach nicht spielen. Nicht spielen bedeutet in diesem Fall natürlich nicht, keine einzige Hand zu spielen. Allerdings solltest du aus frühen Positionen besonders tight spielen. Es kommen noch zahlreiche Spieler nach dir und du hast die gesamte Hand keine Position. Besonders den Eröffnungsraise von Gegnern aus früherer Position solltest du nur mit einer sehr, sehr tighten Range callen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass noch andere Spieler mit in den Pot einsteigen. Dein Positionsnachteil ist dann einfach zu groß.

Frühe Position

Wenn du jetzt vielleicht denkst: "Aber was ist mit implied Odds. Die sind sehr groß in NL Hold'em und darum sollte ich doch viele Hände spielen können?". Nicht in dieser Position: Dein Positionsnachteil ist einfach zu groß und implied Odds können dies bei weitem nicht ausgleichen. "Schöne" Hände wie 78s oder A7s sind aus frühen Positionen einfach nicht profitabel.

Was du spielen solltest sind in der Regel alle Pocket-Pairs. An einem sehr aggressiven Tisch kann es allerdings auch hier besser sein 22-55 zu folden. Weiters kannst du noch AK, AQ und die suited Broadways AJs, ATs und KQs spielen. Hast du sehr schlechte Spieler am Tisch, dann kannst du auch darüber nachdenken, zusätzlich AJo und KQo zu eröffnen.

Range aus früher Position
tight22+ , AK, AQ, AJs, ATs, KQs
loosewie oben plus: AJo, KQo

Starthände aus mittleren Positionen

Die mittleren Positionen in einem Fullring-Spiel entsprechen den vorderen Postionen in einem 6-max-Spiel. Auch hier solltest du noch sehr tight spielen, kannst aber deine Range öffnen, wenn du dich sehr fühlst.

Mittlere Position

Du eröffnest den Pot:
Wenn alle Spieler vor dir folden, dann entspricht dieses Szenario ungefähr dem, wie wenn du in einem 6-max Spiel aus erster oder zweiter Postion eröffnest - zumindest theoretisch. In der Praxis sind 6-max-Spiele in der Regel etwas aggressiver und die Dynamik ist eine geringfügig andere.

Aus mittleren Positionen hast du gegenüber frühen Positionen folgende Vorteile:
o die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du nur gegen die Blinds spielst
o die Wahscheinlichkeit steigt, dass du die Blinds stehlen kannst
o es ist weniger wahrscheinlich, dass du in eine starke Hand läufst

Was bedeutet das für deine Range und dein Spiel? Zunächst einmal solltest du alle Hände, die du eröffnest, mit einem Raise eröffnen. Dazu jedoch mehr im nächsten Artikel der "Anfänger Tipps"-Serie, indem es um das eigentliche Spielen der Starthände geht.

Deine Starthand-Range inkludiert im wesentlichen alle Hände der frühen Positionen. Hinzukommen ATo, KJs, QJs, A9s und A8s. Sind besonders schlechte Spieler am Tisch, dann kannst du noch einige zusätzliche suited Aces und suited Connectors in deine Starthandauswahl mit aufnehmen.

Range aus mittlerer Position
tight22+ , AT+, KQ, KJs, QJs, A9s, A8s
loosewie oben plus: A2s+, 87s+

Ein oder mehrere Limper vor dir:
Deine Range unterscheidet sich hier nur unwesentlich von der oben genannten Range. Gegen stärkere Spieler solltest du natürlich etwas tighter spielen, gegen schwächere Spieler kannst du noch etwas weiter aufmachen. Ob du den (die) Limper mit einer Erhöhung isolieren solltest oder einfach nur mit einem Call in den Pot einsteigst, ist situationsbedingt und wird im nächsten Artikel der "Anfänger Tipps"-Serie näher besprochen.

Auf alle Fälle solltest du mittleren suited Connectors gegenüber den niedrigeren den Vorzug geben. Oftmals trifft niemand den Flop oder nur marginal den Flop und mit deinem mittleren SCs hast du die Chance auf das höchste Paar am Board. Außerdem steigt die Chance, dass du in einem Flush über Flush Szenario die Gewinnerhand hältst. Flops, auf denen ein hoher suited Connector wie T9s z.B. einen Gutshot-Draw trifft, sehen in der Regel auch sehr gefährlich aus und du kannst mit deinem schwachen Draw viel Druck ausüben.

Ein Raise vor dir:
In diesem Szenario solltest du sehr tight spielen. Es folgen noch einige Spieler nach dir und wenn du hier callst, dann ermutigst du andere Spieler mit besserer Position mit in den Pot einzusteigen oder den Pot mit einem 3-Bet-Squeeze, also einem Reraise, zu stehlen.

Deine Starthandauswahl sollte hier annähernd die Range 22+, AK, AQ, AJs und KQs umfassen. Wie du siehst: Auch in diesem Szenario sind (kleine) Paare profitabel, da sie sehr einfach zu spielen sind. Für suited Connectors brauchst du unbedingt Postion oder Initiative, am besten natürlich beides. In diesem Szenario spielen viele Spieler typischerweise viel zu loose.

mittlere Position gegen Raise
tight22+, AK, AQ, AJs, KQs

Starthände vom Cut-off

Der Cut-off ist die Position vor dem Button und damit die zweitbeste Position am Tisch. Die optimale Spielweise im Cut-off hängt sehr stark mit dem Gegner am Button zusammen und kann von tight bis sehr loose variieren. Dies macht die Spielweise in dieser Postion sehr vielfältig und damit auch kompliziert.

Cutoff

Du eröffnest den Pot:
Wenn du eröffnest, dann mit einem Raise. Die Starthandauswahl, die wir hier vorschlagen, ist nur ein ungefährer Anhaltspunkt. Gegen einen tighten Button und schlechte Spieler in den Blinds kannst du noch wesentlich looser spielen. Gegen einen aggressiven Button und gute Spieler in den Blinds musst du deine Starthände selektiver auswählen und deine Range einschränken.

Eröffnung aus dem Cut-Off
Basisrange22+, A2s+, K9s+, Q9s+, 65s+, 86s+, AT+, KT+, QT+

Ein oder mehrere Limper vor dir:
Hier gelten im wesentlichen die gleichen Punkte wie aus mittlere Position.

Ein Raise vor dir:
In diesem Szenario musst du - neben der Spielweise, Position und Range des Raisers - vor allem die Spielweise des Buttons berücksichtigen. Spielt dieser sehr aggressiv und neigt zu Squeezes, also versucht der Button sehr oft den Pot mit einer 3-Bet zu stehlen, dann solltest du deine Calling-Range eher tight gestalten. Oftmals ist es dann überhaupt besser, mit Händen wie 87s gleich selbst eine 3-Bet anzusetzen anstatt wie üblich nur zu callen.

Cut-off gegen Raise
tight22+, AK, AQ, AJs, KQs
loose22+, AJ+, KQ, A2s+, KTs+, QTs+, 65s+, J9s+

Gegen eine 3-Bet:
Hat bereits ein Spieler mit einem Raise eröffnet und ein weiterer Spieler einen Re-Raise angesetzt, dann solltest du sehr, sehr tight spielen: AA, KK und je nach Situation manchmal auch QQ und AK.

Starthände vom Button

Der Button ist die beste Position am Pokertisch und du kannst hier in der Regel eine sehr große Range an Starthänden spielen.

Button

Du eröffnest den Pot:
Haben alle Spieler vor dir gefoldet, dann kannst du den Pot mit einer sehr loosen Range eröffnen. Denk daran: Übernimm die Initiative und eröffne immer mit einem Raise. Wir geben dir hier eine Basisrange als Grundlage, die du je nach Aggressivität und Stärke der Blinds tighter gestalten kannst - bei sehr schlechten Blinds auch noch etwas looser. Die Basisrange umfasst immerhin fast 45% aller möglichen Hände.

Eröffnung vom Button
Basisrange22+, A2+, K2s+, K5o+, Q9o+, Q5s+, J9o+, J8s+, T9o, 98o, T9s-54s, T8s-64s

Ein oder mehrere Limper vor dir:
Wie schon in den anderen Limper-Szenarien: Du kannst hier im Prinzip fast die gleiche Range spielen, als wenn du selbst eröffnest. Ob Raise oder nur Call ist etwas komplexer und wird im nächsten Artikel genauer besprochen.

Ein Raise vor dir:
Am Button kannst du gegen einen Spieler, der bereits mit einer Erhöhung eröffnet hat, sehr weit verteidigen. Mit deinen stärksten Händen solltest du hier in der Regel eine 3-Bet ansetzen - abhängig von der Position des eröffnenden Spielers. Gegen einen loosen CO kannst du beispielsweise mit TT+, AK, AQ und KQ eine 3-Bet ansetzen - gegen eine tighte Eröffnung aus mittlerer Position nur mit QQ+. Um die Range auszugleichen und nicht zu vorhersehbar zu machen, solltest du auch deine schwachen Hände daruntermischen, bspw. K7s oder J8s. Viele weitere Artikel dazu findest du in unserer "Profi Tipps"-Rubrik.

Die Spielweise am Button orientiert sich sehr stark an den Blinds. Befinden sich zwei aggressive Spieler in den Blinds, die bei einem Call deinerseits sehr oft versuchen, den Pot mit einem Re-Steal-Squeeze zu stehlen, dann solltest du deine Calling-Range einschränken und gegebenenfalls lieber gleich selbst eine 3-Bet ansetzen, um deren Stealversuch zu vermeiden.

Gegen eine 3-Bet:
Wie schon im Cut-off: Halte dich zurück und spiele sehr tight zurück.

Starthände in den Blinds

Grundsätzlich gilt: Vermeide das Spielen ohne Position, besonders dann, wenn die Stackgrößen kleiner sind. Ja, du hast in den Blinds schon einen kleinen Einsatz gebracht, aber sehr oft kannst du hier nicht mit einem positiven Erwartungswert verteidigen. Anzumerken ist allerdings, dass dein Positionsnachteil kleiner wird, wenn auch die relative Stackgröße bzw. das Stack-to-Pot Ratio kleiner wird, also z.B gegen einen Short-Stack oder aber in Turnieren.

Blinds

Die Blinds gut zu spielen ist eine eigene Wissenschaft. Viele Artikel dazu findest du in unseren "Profi Tipps". Hier nur ein kurzer Überblick:

Ein oder mehrere Limper vor dir:
Am besten du checkst mit den meisten Händen und erhöhst nur deine allerbesten: 99+, AT+, KQ und KJs.

Gegen einen Raise vor dir:
Ohne Position aus den Blinds solltest du sehr tight spielen. Suited Connectors lassen sich mit Positionsnachteil und ohne Initiative kaum profitabel spielen. Wenn du dich aus den Blinds sicher fühlst und deinen Gegner sehr gut kennst, dann kannst du die folgende Starthandauswahl natürlich auch erweitern.

Range in den Blinds gegen Raise
tight22+, AK, AQ, AJs, ATs, KQs, KJs, KQo

Small-Blind gegen Big-Blind:
Gegen einen guten Big-Blind eröffnest du am besten relativ tight aus dem Small-Blind. Der Positionsnachteil ist einfach zu groß, um mit einer sehr weiten Range zu eröffnen. Spielt dein Mitspieler allerdings zu viele Tische gleichzeitig, ist deshalb nicht so aufmerksam und verteidigt nur sehr wenige seiner Hände, dann kannst du auch im Small-Blind mit vielen Starthänden eröffnen.

Bist du im Big-Blind, dann kannst du gegen den Small-Blind sehr loose verteidigen. Zum einen mit Calls, zum anderen mit einer sehr weiten 3-Bet Range.

Zusammenfassung

Du siehst, einen Starthandchart zusammenzustellen ist nicht so einfach. No-Limit Hold'em Poker ist einfach sehr komplex und es sind viele Einzelheiten von Bedeutung. Die Basisprinzipien sind aber sehr einfach: Je besser deine Position ist, also je näher du zum Button kommst, desto mehr Hände kannst du spielen und desto mehr Hände kannst du verteidigen.

Wenn du dich mit den grundlegenden Pokerstrategien vertraut gemacht und diese verinnerlicht hast, dann findest du noch viele weitere Informationen zur Starthandauswahl in unserer "Poker Profi"-Rubrik.




Letzte Aktualisierung :    20.01.2017
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